Vorstand

Dem Kultursalon Potsdam ist Transparenz sehr wichtig, weshalb wir auf dieser Seite kurze Interviews mit den Vorstandsmitgliedern veröffentlichen wollen, um sie Ihnen etwas näher zu bringen. Viel Spaß beim Lesen.

dieckhoffUwe Dieckhoff, Jahrgang 1938, studierte Psychologie, machte anschließend eine Ausbildung als Verhaltenstherapeut und war mehrere Jahre als Dozent für Psychologie und Pädagogik tätig. 1975 wechselte er in die Berliner Senatsverwaltung für Jugend und Familie, wo er Sozialdirektor für den Bereich Familienpolitik wurde. Nach seiner Pensionierung 1998 gründete er eine eigene Produktionsfirma für Dokumentarfilme zu Kultur, Wissenschaften, Glaubenssachen, Gesellschaft und Politik in Potsdam. Bis heute sind über 85 Filme entstanden. Einige davon wurden auch bei Salonabenden gezeigt, manche weltweit von der Deutschen Welle TV gesendet. Kindheit und Jugendzeit verlebte er in Potsdam. Nach seinem Abitur 1957 siedelte Uwe Dieckhoff nach Westberlin über. Mit der Wende hat er die alten Bindungen nach Potsdam neu belebt und sich der Potsdamer Kulturinitiative angeschlossen, woraus sich langjährige Freundschaften entwickelt haben. Die Mitarbeit im Vorstand sieht er als notwendig für die Vereinsarbeit an, doch  die anregenden Veranstaltungen, zu denen immer gemeinsame – meist mediterrane – Essen und gute Weine gehören, „entschädigen“ ihn allemal für die kleine Mühe, die damit verbunden ist. „Rückblickend war jedes einzelne Salontreffen etwas Besonderes. Ob Architektur, Kulturgeschichte, Filmvorführungen oder politische Diskussionen – immer wurde ein bis dahin weniger bekanntes Thema beleuchtet und hat mich bereichert.“ Dieckhoffs persönliches Anliegen ist es u.a., die Zusammenarbeit mit dem von Friedericke Sehmsdorf geführten Kunst-Kontor weiter zu beleben und die damit einhergehenden vielfältigen Impulse und Veranstaltungen mit den Salonangeboten zu verknüpfen. Persönlich wünscht er sich vermehrt überraschende und neue Impulse für Veranstaltungen.  Für die Vereinsarbeit sei es wichtig, dass sich trotz der beruflichen und anderweitigen gesellschaftlichen Verpflichtungen der Mitglieder gemeinsame Treffen kontinuierlich und verbindlich realisieren lassen.

Katja Puteanus-BirkenbachDr. Katja Puteanus-Birkenbach ist interdisziplinär unterwegs und gelernte Bankkauffrau, Kunsthistorikerin und Wirtschaftspädagogin. Sie arbeitet seit 2012 am Lehrstuhl für Innovationsmanagement und Entrepreneurship und bei Potsdam Transfer an der Universität Potsdam. Zudem übernimmt sie Lehraufträge an anderen Universitäten und Aufträge aus der Film- und Fernsehwirtschaft. Seit 2008  ist sie Vereinsmitglied und hat die Aufgabe der Schriftführung für den Verein übernommen. Für sie bedeutet der Salon e.V. eine erfreuliche Ansammlung von Menschen, deren gemeinsames Kulturinteresse ermöglicht, sich gegenseitig immer wieder Anregungen zu geben und zu inspirieren. Daher sind ihr z.B. der Rundgang mit Führung durch die Alexandrowka mit anschließender Einladung in den Garten des Haus 1 und nächtlichem Live-Konzert in bester Erinnerung. Die Abende sind ihr am liebsten, an denen in einem rahmenden Kultursetting in stilvoller Weise gut gegessen und getrunken wird und begeisterte Gäste/Referenten etwas von ihrem Wissen „hinter den Kulissen“ preisgeben und zur Diskussion stellen. Und eigentlich ist genau das auch an jedem Salonabend der Fall! Im Zeitraum 2014/15 freut sie sich auf eine neue gemeinsame Reise  – entweder nach Südfrankreich oder in die Europastadt Görlitz – und möchte unbedingt den Einsteinturm einmal von innen sehen und dann dort draußen Salsa tanzen lernen.

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Eric van Geisten ist Architekt in Potsdam. Sein Architekturbüro gründete er 1996 mit seinem Partner Georg Marfels (ebenfalls Salonmitglied). Seid dem wurden viele kleine und große Bauvorhaben in Potsdam aber auch in Berlin verwirklicht. Dazu zählen in Potsdam kleine besondere Orte wie Haus 1 der Alexandrowka und einige barocke Typenhäuser mit modernen baulichen Ergänzungen wie die Jägerstraße 38 oder die Lindenstraße 8. Auch komplexere Gebäudeensemble wie große Teile der Roten Kaserne, das Kaiserin- Augusta-Stift oder aktuell die Sanierung der Brauerei in der Albert-Einstei-Straße gehörten zu den Planungsaufgaben. Alle diese Orte mit zu entwickeln ist eine große Aufgabe die viel Spaß macht und zu einer Verbundenheit zu Potsdam und seiner Geschichte geführt hat. Gerne besucht der Salon diese Orte und diskutiert gemeinsam die Ergebnisse, gerne nach ausgiebiger Besichtigung bei Speis und Trank. Andere interessierte Potsdamer an den Diskussionen teilhaben zu lassen, sieht er seine Aufgabe. Der persönliche Grund seines Engagements im Salon ist die Teilnahme an sehr unterschiedlichen spanenden kulturellen Veranstaltungen in dem man Potsdam und seine Menschen näher kennen lernt. Dies in einem Kreise gleichgesinnter zu erleben, die Themen im angenehmen Umfeld mit guten Speisen und Getränken leidenschaftlich zu reflektieren und zu diskutieren tut gut. Langfristig gesehen möchte Eric van Geisten die Kulturinitiative dahingehend entwickeln, neben den eher privaten Salonterminen auch ein bis zwei mal im Jahr eine öffentliche Veranstaltungen in größerem Umfang, gegebenenfalls auch mit Presse durchführen zu können.

Frau Friederike Sehmsdorf 11.11 050Friederike Sehmsdorf ist Eigentümerin der Potsdamer Galerie KUNST-KONTOR und Mutter von drei Kindern.Neben dem Salon e.V. engagiert sich die studierte Kunst- und Kulturhistorikerin in verschiedenen Potsdamer  Vereinen und ist als Mitglied des Beirats der Oberlinstiftung auch sozial engagiert. Auch wenn sie als selbstständige Kulturunternehmerin weitreichende Kenntnisse der Kulturlandschaft besitzt, bietet der Salon e.V. eine „wunderbare Gelegenheit seinen geistigen Horizont zu erweitern und in einer angenehmen Runde gute Gespräche zu führen“. Zu ihren persönlichen Highlights aus der Veranstaltungsreihe der letzten Jahre zählt für die Galeristin ein gemeinsamer Abend auf der Freundschaftsinsel mit dem Inselgärtner Jörg Näthe. Genauso begeistert war sie von dem Picknick im Park Sanssouci nach einer exklusiven Führung durch die Friedrich-Ausstellung. Ihr persönliches Anliegen ist es, in naher Zukunft eine Lesung mit dem Potsdamer Autoren Jan Philipp Sendker zu realisieren. Langfristig gesehen wünscht sich Friederike den Zuwachs an engagierten Mitgliedern, die das Kosten-Nutzen-Denken in Bezug auf den Verein hintenanstellen. „Der langfristige menschliche Gewinn durch vertrauensvolle Kontakte, die oft zu Freundschaften geworden sind, ist sehr wertvoll, muss aber – wie alles andere – erarbeitet werden.

HDHarald Dieckmann ist ursprünglich Architekt und betreibt heute in Glindow eine alte, historische Ziegelei als produzierendes Denkmal und Unternehmen mit Fertigung und Vertrieb von handgestrichenen Ziegeln und weiteren keramischen Produkten überwiegend für den Denkmalschutz. Neben guter Architektur, Kunst und Musik begeistert ihn vor allem die Natur. Die Freude am Mitgestalten und die Kulturlandschaft haben ihn dazu bewegt (bewogen?), den Verein gemeinsam mit Max Dreier im Jahr 2004 zu gründen.  Besonders gerne erinnert er  sich an die Veranstaltung „Gedenkkultur“ mit der Fernsehjournalistin und Autorin Lea Rosh sowie dem damaligen Generalsuperintendenten der Evangelischen Kirche Hans-Ulrich Schulz im Hof der Friedenskirche Sanssouci mit anschließendem Tanz zu Kletzmermusik live. Auch deshalb, weil hier eine Prämisse des Vereins sehr schön zur Geltung kam: Veranstaltungen durchzuführen an wechselnden, besonderen Orten in Potsdam, die zu dem Jeweiligen Thema in irgendeiner Beziehung stehen. Die Zukunft des Vereins sieht Herrn Dieckmann weiterhin in der kontinuierlichen Organisation von interessanten, hochwertigen und unterhaltsamen Veranstaltungen an wechselnden Orten, aber auch z.B. im Kunsthaus „Sans Titre“ oder in Privatwohnungen. Schlussendlich bleibt festzuhalten: „Der Salon bringt Freude und Freunde!